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EinzelfällE

Foto Kunstobjekt "Einzelfälle". Motiv: gesprungene Fensterscheibe

Kunstobjekt „Einzelfälle“

Noch bis zum 7. Juli 2023 könnt ihr Alex Lüder’s Werk „Einzelfälle“ in der Gallerie 3 auf der Prießnitzstraße 43, in D-01099 Dresden besuchen.

Das Kunstwerk ist Teil der Ausstellung „Attrappe“ Studierende der Klasse Kwade HfBK Dresden.

Im Objekt „Einzelfälle“ präsentiert Alex Lüder die eingeworfene Scheibe unsrer Eingangstür kombiniert mit einer Soundinstallation. In der Installation betrachtet Alex Lüders die Verwendung des Wortes „Einzelfälle“ im Zusammenhang mit Angriffen auf das Wohnprojekt und interviewt (ehemalige) Bewohner*innen des Hausprojekt RM16. Die RM 16 war oft Ziel von Angriffen durch Neonazis.

„Als das erkennen was es ist: Rechter Terror“

FEURIO! Es brennt schon viel zu lange...

FEURIO! Es brennt schon viel zu lange…

Frankfurter Staatsanwaltschaft hat Verfahren gegen Brandstifter Joachim Scholz bereits im April 2021 eingestellt – Betroffene und Öffentlichkeit erfahren davon aus der Presse

Die Serie von zwölf Brandanschlägen auf linke und feministische Wohnprojekte im Rhein-Main-Gebiet zwischen September 2018 und Juli 2019 wird juristisch nicht weiter verfolgt. Wie der Journalist Hanning Voigts in der heutigen Ausgabe der Frankfurter Rundschau berichtete, stellte die Frankfurter Staatsanwaltschaft alle weiteren Ermittlungen gegen den Hauptverdächtigen und verurteilten Brandstifter Joachim Scholz bereits im April 2021 ein – ohne die Betroffenen oder die Öffentlichkeit darüber zu informieren (https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-ermittlungen-wegen-brandserie-an-linken-zentren-eingestellt-91169724.html).

Anita Conrad, die selbst in einem der betroffenen Projekte wohnt, macht ihrem Unverständnis darüber Luft, dass sie aus der Presse von der Einstellung des Verfahrens erfahren musste: »Dass die Frankfurter Brandstifterrter Staatsanwaltschaft es weder für notwendig gehalten hat, wenigstens uns als Betroffene über unsere Anwält*innen über die Einstellung des Verfahrens zu informieren, noch die Öffentlichkeit in Kenntnis zu setzen, macht uns fassungslos und wütend. Verwundert darüber sind wir allerdings nicht. Vielmehr passt es nur allzu gut ins Bild, das wir uns von der Arbeit von Polizei und Justiz bereits während der Anschlagsserie machen konnten.«
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